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Akupunktur

Die Zusatzbezeichnung Akupunktur wird durch die Ärztekammern seit 2006 vergeben. Sie verlangt vom Träger neben einer Facharztbezeichnung die therapeutische Beeinflussung von Körperfunktionen über definierte Punkte und Areale der Körperoberfläche durch Akupunkturtechniken, für die eine Wirksamkeit nachgewiesen ist. Die Weiterbildungszeit beträgt 200 Stunden.

Alternativmedizin

Wörtlich übersetzt die “andere Medizin”. Alternativ arbeitet ein Therapeut, wenn er übliche Therapiemaßnahmen durch alternative Methoden ersetzt. Das Spektrum ist dabei weit. Häufig wird jedoch mit dem Begriff der Alternativmedizin eine komplementäre, d.h. “ergänzende” Medizin verstanden. Dabei können alternative Methoden den Effekt der Schulmedizin verbessern.

Anamnese

(griechisch "Erinnerung") ist das “In-Worte-Bringen” von Vergangenem.
In der Medizin beschreibt die Anamnese die Erhebung der medizinischen Vorgeschichte (Operationen, Erkrankungen, Verletzungen, ...) und aktuellen Befindlichkeiten eines Patienten, meist durch einen Arzt.

Arthritis

Gelenkentzündung, die mit Schmerzen, Schwellung, Überwärmung, Bewegungseinschränkung und Flüssigkeitsanreicherung im Gelenk einhergeht.
Einteilung nachAnzahl der Gelenke: ein, mehrere oder viele Gelenke Verlauf: akut (plötzlich), subakut, chronisch (langdauernd) Ursache (entzündlich-rheumatisch, Stoffwechsel, Reaktion auf Infektion, Infektion, ...)

Arthrose

verschleissbedingte Gelenkerkrankung, die vorwiegend bei einem Missverhältnis zwischen Beanspruchung und Belastbarkeit entsteht. Der entzündliche Anteil (Arthritis) steht im Hintergrund. Die primäre Form entsteht durch eine dauerhafte Fehl- und/oder Überbelastung, z.B. durch Schwerarbeit, erhöhtes Körpergewicht, Bewegungsmangel oder den natürlichen Alterungsprozess. Die sekundäre Arthrose entsteht als Folgeschädigung nach Operationen, Unfällen oder Stoffwechselerkrankungen.

Bach-Blüten

Bach-Blüten sind Essenzen, die aus den Blüten von ausgesuchten, wild wachsenden Blumen, Bäumen und Sträuchern auf natürliche Weise hergestellt werden. Hierzu legt man sie für einige Stunden in Quellwasser, stellt sie in die Sonne oder köchelt sie bei schwacher Hitze. Ihren Namen verdanken sie dem englischen Arzt Dr. Edward Bach (1886 bis 1936). Zwischen 1930 und 1936 entdeckte er die Essenzen und setzte sie zur Behandlung von Patienten ein, die an negativen Gemütszuständen litten, wie z. B. an Ängsten, Aggressionen, Verzweiflung und Unsicherheiten. Diese negativen Gemütsverstimmungen waren nach seiner Beobachtung die Ursache, dass die Patienten überhaupt krank wurden. Diese psychosomatischen Zusammenhänge sind auch in unserer modernen medizinischen Forschung bekannt. Dr. Bach hat insgesamt 38 Blütenessenzen entdeckt, die einzelnen oder in Kombination angewendet werden. Die Bach-Blüten wirken dabei ähnlich wie homöopathische Therapeutika auf informativer Ebene.

Blockierung

Der Begriff “Blockierung” beschreibt eine Bewegungsstörung von Gelenken, die sowohl an der Wirbelsäule als auch an den Gliedmaßen auftreten kann. Dabei tritt eine Störung des Gelenkspiels auf, die man auch Subluxation oder Läsion nennt.

Challange

Unter Challenge (engl.) versteht man in der Applied Kinesiology jede diagnostische Provokation. Dabei wird der Patient mit einem mechanischen, chemischen oder emotionalen Reiz konfrontiert. Dabei zeigt sich beim positiven Challenge eine Veränderung der Muskelreaktion, die uns Hinweise über bestimmte Störmuster im Körper gibt.

Chirotherapie

Die Zusatzbezeichung Chirotherapie wird von der Ärztekammer verliehen nach Absolvierung von 6 Wochenkursen für Orthopäden und Fachärzte mit orthopädischer Vorbildung.

CT

Abkürzung für Computertomografie. Dabei werden mit Röntgenstrahlen Schichtbilder bestimmter Körperteile erzeugt. In den letzten Jahren wurde sie aufgrund des Vormarsches der MRT zurückgedrängt, hat aber weiter ihren Stellenwert. Sie dient heute in der Orthopädie insbesondere zum Nachweis und zur Beurteilung von knöchernen Verletzungen und Tumoren.

Diagnose

(griechisch: dia = durch, gnosein = kennen, Entscheidung, Urteil) ist die Zuordnung von Symptomen zu einem Krankheitsbegriff.

Einheitlicher Bewertungsmaßstab

Der einheitliche Bewertungsmaßstab (EBM) ist ein auf Grundlage des Sozialgesetzbuches V zwischen der kassenärztlichen Bundesvereinigung und den Spitzenverbänden der gesetzlichen Krankenversicherung vereinbartes System zur Bewertung ärztlicher Leistungen für Abrechnungszwecke. Er definiert den Inhalt abrechnungsfähiger Leistungen und ihr in Bewertungspunkten ausgedrücktes Verhältnis zueinander. Die letzte Überarbeitung fand 2005 statt. Derzeit gilt der EBM 2000 plus.

epidurale Injektion

Bei starken Reizerscheinungen einer Nervenwurzel oder dem fehlenden Ansprechen auf Medikamente ist eine Einspritzung an den betroffenen Nerv / die betroffenen Nerven sinnvoll, denn Nervenschmerzen können bereits nach einigen Wochen chronifizieren, d.h. sie sind für minimale Reize empfänglich. Einspritzungen an Nerven können auch die erforderliche Schmerzmittelmenge verringern. Im Bereich der Lendenwirbelsäule kommen verschiedene Techniken zum Einsatz. Die Technik ist abhängig vom Krankheitsbild. Bei der epiduralen Injektion vom Rücken aus wird eine spezielle Nadel zwischen den Wirbelbögen in den Periduralraum eingeführt. Der Periduralraum befindet sich im Rückenmarkskanal und bettet den Rückenmarkssack mit Rückenmarkswasser und Nerven durch ein Fett- und Venenpolster ein. Anschließend wird ein lokales Betäubungsmittel mit etwas Kortison zur Abschwellung, Betäubung und Entzündungshemmung eingespritzt. Eine Überwachung von ca. 1 Stunde nach Einspritzung ist erforderlich, Verkehrsfähigkeit besteht an diesem Tag nicht!

Ernährungsmedizin

Vorbeugende oder zur Heilung bestimmte Behandlung von Krankheiten, die durch falsche Ernährung bedingt sind oder begünstigt werden.

Facetteninfiltration

Einspritzung an Wirbelgelenke vom Rücken aus mit lokalen Betäubungsmitteln und ggf. Homöopathika bzw. Kortison zur Unterbindung von Schmerzreizen.

Gebührenordnung für Ärzte

Die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) bildet in der Neufassung vom 9.2.1996, geändert durch die das Gesetz vom 22.12.1999 die Grundlage für die Berechnung und Abrechnung der Vergütung für die nicht durch die Sozialversicherung (im Gegensatz zum einheitlichen Bewertungsmaßstab, EBM) abgedeckten beruflichen Leistungen der Ärzte.

Homöopathie

Die Homöopathie ist eine, in Deutschland kontrovers diskutierte alternative Heilmethode, die nach dem Grundsatz "Ähnliches heilt Ähnliches" Krankheiten mit stark verdünnten Substanzen, die bei Gesundheit krankheitsähnliche Wirkungen und bei Krankheit heilende Wirkungen hervorrufen, zu heilen versucht. Sie wurde von Samuel Hahnemann begründet und hat auch heute viele Anhänger.

Indikation

Unter Indikation versteht man den Grund für die Durchführung einer medizinischen Untersuchung oder Behandlungsmaßnahme. Besteht ein zwingender Grund, so nennt man dies absolute Indikation. Bei einer relativen Indikation besteht nur eine bedingte Gefährdung des Patienten oder es kommen sinnvolle alternative Maßnahmen in Betracht. Das Gegenteil einer Indikation ist die Kontraindikation (Gegenanzeige). Dabei ist die Anwendung eines diagnostischen bzw. therapeutischen Verfahrens bei an sich gegebener Indikation in jedem Fall verboten (absolut) oder nur unter strenger Abwägung (relativ).

Injektion

lat. inicere, hineintun, bedeutet Einspritzung. Es bezeichnet das Einbringen eines Arzneimittels in den Körper. Folgende Formen werden unterschieden:

Infusion

lat. infundere, hineingießen, bedeutet Einbringen von Flüssigkeiten >20ml in den Körper meist über einen längeren Zeitraum, in aller Regel intravenös (in die Vene).

Integrierte Versorgung

Im Rahmen der Reformbestrebungen wurde zur Schaffung neuer Versorgungsstrukturen im Gesundheitssystem 2004 die sog. Integrierte Versorgung (IV) ins Leben gerufen. Dabei sollen die einzelnen Strukturen besser vernetzt werden und damit effektiver arbeiten. Ein Effektivitätsnachweis existiert in der Praxis bisher nicht. Die Anschubfinanzierung kommt bis 2008 aus jeweils 1 Prozent der Budgets der Krankenhäuser und Kassenärztlichen Vereinigungen.

Kassenarzt

Die ambulante medizinische Betreuung der Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherungen wird durch so genannte Kassenärzte gewährleistet, die in den kassenärztlichen Vereinigungen organisiert sind.Die Gründung der Kassenärztlichen Vereinigungen geht zurück auf eine Notverordnung des Reichspräsidenten im Jahre 1931, welche die Arbeitskämpfe zwischen Ärzten und Krankenkassen schlichten sollte. Sie hatte die endgültige Ablösung des Einzelvertragssystems zur Folge und führte zur Errichtung eines Systems von regionalen Kassenärztlichen Vereinigungen, gemeinsam vertreten durch die Kassenärztliche Vereinigung Deutschlands. Die 23 Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) bilden heute auf Bundesebene die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV). Sie sind als Einrichtungen der ärztlichen Selbstverwaltung Körperschaften des öffentlichen Rechts.

Komplikation

lat. complicare, verwickeln. Als Komplikation bezeichnet man in der Medizin ein Ereignis oder einen Umstand, wodurch der durchschnittliche Ablauf einer Erkrankung, eines ärztlichen Eingriffs oder natürlichen Vorganges gestört werden kann.

Krankenkasse

Eine Krankenversicherung bietet dem Versicherten Schutz vor Unfällen und Erkrankungen. In Deutschland gibt es zwei Arten von Krankenkassen:

Gesetzliche Krankenversicherung

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) ist Teil des Solidarsystems. Die rechtlichen Grundlagen sind im Sozialgesetzbuch (SGB) und hier vor allem im SGB V geregelt. Versichert sind Arbeitnehmer und Empfänger von Arbeitslosengeld, teilweise auch Selbstständige. Ist der Versicherte ein verheirateter Arbeitnehmer, dessen Ehegatte kein eigenes Einkommen hat, bzw. hat er Kinder, sind diese als Familienmitglieder automatisch und ohne Beitragserhöhung mitversichert. Die GKV arbeitet nach dem Prinzip des Umlageverfahrens. Das bedeutet, die Einnahmen der Mitglieder werden zur Deckung der Kosten benötigt, ohne Zinsgewinne erwirtschaften zu können. Galoppieren die Kosten im Gesundheitswesen davon, kommt es zu einer Unterdeckung und zwangsläufig müssen entweder die Beiträge angehoben oder Leistungen gestrichen werden. Die Überprüfung der Notwendigkeit der Leistungen ist vom Gesetzgeber nach § 275 SGB V dem Medizinischen Dienst der Krankenversicherung, kurz MDK, übertragen worden. Leistungen werden am Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung vorbei abgerechnet. In den letzten Jahren gelten für viele Leistungen jedoch Zuzahlungen.


Private Krankenversicherung

Bei der private Krankenversicherung (PKV) können sich Personen versichern, deren Einkommen über der Beitragsbemessungsgrenze liegt oder die nicht angestellt sind. Am häufigsten sind Selbstständige und leitende Angestellte in der privaten Krankenversicherung. In der privaten Krankenversicherung muss jedes Familienmitglied versichert werden, d.h. für jedes zusätzliche Mitglied ist ein eigener Versichertenbeitrag zu leisten. Im Allgemeinen gilt der Grundsatz je jünger (und gesünder) der Versicherungsnehmer ist, desto geringer ist der zu zahlende Beitrag. Zusätzlich wird zwischen Männern und Frauen unterschieden. Die Unterschiede nach Eintrittsalter sind durch die Rücklagenbildung für das Alter begründet, die gesetzlich vorgeschrieben ist. Über die Behandlungskosten nach einem Arztbesuch erhält der Versicherte eine Rechnung direkt vom behandelnden Arzt, die er dann bei seiner Versicherung abrechnet.

MRT

Abkürzung für Magnetresonanztomografie. Dabei werden mit Magnetfeldern Schichtbilder bestimmter Körperteile erzeugt. In den letzten Jahren wurde die CT durch die bessere Darstellung von Weichteilen und die fehlende Strahlenbelastung zurückgedrängt.

Nervenwurzelblockade

Bei starken Reizerscheinungen einer Nervenwurzel oder dem fehlenden Ansprechen auf Medikamente ist eine Einspritzung an den betroffenen Nerv / die betroffenen Nerven sinnvoll, denn Nervenschmerzen können bereits nach einigen Wochen chronifizieren, d.h. sie sind für minimale Reize empfänglich. Einspritzungen an Nerven können auch die erforderliche Schmerzmittelmenge verringern. Im Bereich der Lendenwirbelsäule kommen verschiedene Techniken zum Einsatz. Die Technik ist abhängig vom Krankheitsbild. Bei der Nervenwurzelblockade vom Rücken aus wird eine spezielle Nadel an das Nervenaustrittsloch geführt. Anschließend wird ein lokales Betäubungsmittel mit etwas Kortison zur Abschwellung, Betäubung und Entzündungshemmung an den betreffenden Nerv eingespritzt. Eine Überwachung von ca. 0,5 bis 1 Stunde nach Einspritzung ist erforderlich, Verkehrsfähigkeit besteht an diesem Tag nicht!

Neuraltherapie

Die Neuraltherapie ist eine Reiz-, Regulations- und Umstimmungstherapie mit Hilfe von Injektionen. Sie nutzt lokale Wirkungen der eingesetzten lokalen Betäubungsmittel, nervliche Vernetzungen, muskuläre Funktionsketten und die Beeinflussung von Störfeldketten zur Diagnostik und Therapie. In bestimmten Fällen werden auch bestimmte Zusätze beigemischt. Sie gilt als das am häufigsten angewandte und für Ärzte aller Fachrichtungen einsetzbare Naturheilverfahren. Sie ist bei sorgfältiger Handhabung risikoarm und hochwirksam. 1940 entdeckte Ferdinand Huneke das so genannte Sekundenphänomen. Nach erfolgloser Injektion in eine stark schmerzhafte Schulter führte er eine Injektion in eine Unterschenkelnarbe durch und die Schulterbeschwerden verschwanden schlagartig. Dabei fungierte die Narbe als sogenanntes Störfeld. Als Ergebnis seiner Arbeit stellte er schließlich 3 Lehrsätze auf:

Die Wirkung der Neuraltherapie beruht weniger auf der medikamentösen Wirkung des örtlichen Betäubungsmittels auf die Gewebe als auf der Einflussnahme auf lokale und übergeordnete Regelkreise. Diese Wirkung ist vor allem vom korrekten Injektionsort und der richtigen Reizqualität abhängig.

Orthopädische Schmerztherapie IGOST

Das Zertifikat der ambulanten orthopädischen Schmerztherapie der Interdisziplinären Gesellschaft für orthopädische und unfallchirurgische Schmerztherapie e.V. (IGOST) dient der Behandlung chronisch schmerzkranker Patienten durch qualifizierte niedergelassene Orthopäden. Schmerzen am Stütz- und Bewegungsapparat stehen im Vordergrund. Voraussetzung für das Zertifikat sind das Tragen der Fachbezeichnung Orthopädie, schmerztherapeutische Fortbildungsveranstaltungen durch anerkannte Schmerzgesellschaften von mindestens 80 Stunden, 20 Stunden Ausbildung in manueller Diagnostik und Therapie, die Anerkennung zur Durchführung der psychosomatischen Grundversorgung, der Nachweis von mindestens 6 Schmerzkonferenzen pro Jahr und die Teilnahme an schmerztherapeutischen Fortbildungsveranstaltungen von mindestens 15 Stunden pro Jahr.

Osteologe DVO

Die Zusatzbezeichnung „Osteologe DVO“ wird von der Deutschen Vereinigung für Osteologie e.V. (DVO) seit 2005 verliehen. Die Qualifikation gilt für die Diagnostik und Behandlung von Erkrankungen des Knochengewebes. Das Zertifikat hat eine Gültigkeit von jeweils 5 Jahren. Dabei sind 3 Zertifizierungsseminare über 6 Tage mit Prüfung, die eigenständige Durchführung und Auswertung von 400 Knochendichtemessungen sowie die mehrjährige Betreuung von Patienten mit Knochenerkrankungen nachzuweisen.

Orthomolekulare Medizin

Die Orthomolekulare Medizin dient der Erhaltung guter Gesundheit und der Behandlung von Krankheiten, in dem die Konzentrationen körpereigener, für die Gesundheit wichtiger Substanzen verändert werden. Die Orthomolekulare Medizin besteht seit 1968. Die Gabe von Nährstoffen wie z. B. Kalzium und Vitamin D bei Osteoporose ist heute auch Bestandteil der Schulmedizin. Andere Therapieformen wie z. B. die Gabe von Vitamin B und Antioxidanzien bei Krebs und koronarer Herzerkrankung werden teilweise in der Schulmedizin kaum wahrgenommen. Die optimale Zufuhr mit Nährstoffen gewährleistet jedoch die richtige Struktur und Funktionen des Organismus. Mittlerweile gibt es auch zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen.

Osteopathie

Die Osteopathie entstand Ende des 19. Jahrhunderts in den USA als neue Therapiemethode. Sie beseitigt mit Hilfe spezieller manueller Diagnose- und Therapietechniken gezielt Gewebeblockaden. Im Unterschied zu anderen manuellen Methoden (z. B. Chirotherapie) behandelt die Osteopathie nicht nur Blockaden des Stütz- und Bewegungsapparates, sondern auch im Bereich der Organe und des so genannten kraniosakralen Systems. In den USA und in Europa entstand ein eigener osteopathischer Berufsstand. In Deutschland gewinnt die Osteopathie zunehmend an Bedeutung. Der Berufsstand ist jedoch im Gegensatz zu anderen Ländern nach wie vor nicht sicher geklärt.

Physikalische Therapie

Die Zusatzbezeichnung „Physikalische Therapie“ wird von der Ärztekammer verliehen. Voraussetzung ist die Teilnahme an 4 Wochenkursen über die einzelnen Verfahren der physikalische Therapie (Elektro-, Licht- und Ultraschalltherapie, Hydro- und Thermotherapie sowie Prävention, Bewegungstherapie und Krankengymnastik, Massage, Ergotherapie und Rehabilitation) sowie die einjährige Ausbildung in zur Weiterbildung ermächtigten Einrichtungen der Physikalischen Therapie.

Phytotherapie

Die Phytotherapie ist eine naturwissenschaftlich überprüf- und begründbare Behandlungsmethode nach medikamentösen Grundsätzen. Dabei sind die Arzneimittel ausschließlich Pflanzen, Pflanzenteile oder pflanzliche Bestandteile in unbearbeitetem Zustand oder in Form von Zubereitungen. Dabei liegt das Wissen um die Heilkraft der Pflanzen bereits im Altertum (Ägypten, Orient). Nach dem Fortschritt der Chemie im 20. Jahrhundert erlebt die Phytotherapie seit zirka 30 Jahren eine Renaissance. Sie verbindet heute traditionelle Überlieferungen mit den wissenschaftlichen Ergebnissen der modernen Pharmazie. Circa 73% der Erwachsenen benutzten 2002 nach einer Studie Naturheilmittel. Trotz einer großen Mehrheit in der Bevölkerung für die Verordnung von Phytotherapeutika zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung , müssen pflanzliche Präparate aktuell weiter zu Lasten des Patienten gehen.

Psychosomatik

Die Psychosomatik bezeichnet die Wechselwirkung von Körper und Seele. Dabei können körperliche Krankheiten durch seelische Probleme entstehen oder in ihrem Verlauf beeinflusst werden. Deshalb ist neben einer körperlichen Behandlung bei psychosomatischen Krankheitsbildern auch die Behandlung auf seelischer Ebene erforderlich. Hierfür gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die individuell ausgewählt werden müssen.

Rheuma

Rheuma ist ein Sammelbegriff für circa 100 entzündliche, verschleißbedingte und funktionelle Krankheiten des Stütz- und Bewegungsapparates.

Es wird zwischen 3 großen Hauptgruppen unterschieden:

Röntgen

Das Röntgen ist das Durchstrahlen eines Körpers unter Verwendung eines Röntgenröhre mit Röntgenstrahlen sowie die Aufzeichnung der Durchdringintensität mit einem speziellen Medium, zum Beispiel geeigneten Filmmaterial oder so genannte Speicherfolien. Die unterschiedlich dichten Gewebe des Körpers schlucken die Röntgenstrahlen unterschiedlich stark, so dass man eine Abbildung insbesondere der dichten Strukturen des Körperinneren erhält.

Röntgenfachkunde

Befähigung zur Anfertigung und Auswertung von Röntgenaufnahmen durch Erlangen einer Fachkunde (Einstelltechniken von Röntgenaufnahmen, Befundung von Röntgenaufnahmen in fest definierter Anzahl) und Sachkunde (Teilnahme an Kursen mit Prüfung). Die Röntgenfachkunde muss in regelmäßigen Abständen aktualisiert werden.

Schmerzdecoder

Der Schmerzdecoder entschlüsselt (decodiert) die verschiedenen Varianten der Schmerzauslösung in den verschiedenen Geweben und löscht den Schmerz durch 3 verschiedene Methoden:
* Resonanzen durch mechanisch erzeugte Schwingungen nach vorgegebenem Frequenz- und Intensitätsmuster. Diese Resonanzen werden vom Patienten wahrgenommen.
* Schalldruckschwingungen (Intraschall), welche vom Patienten nicht wahrgenommen werden können, jedoch tief in das Körperinnere eindringen.
* Biostimulation durch Rotlichtdioden, welche Körperzellen zur korrekten Ausführung fotomechanischer Regulationsmechanismen anregen.

Sonografie

Verwendung von Ultraschall zur Diagnostik insbesondere von Weichteilen aber auch Knochen im Schnittbildverfahren ohne Strahlenbelastung durch Schallwellen.

Schulmedizin

Mit Schulmedizin wird die allgemein anerkannte und an den medizinischen Hochschulen gelehrte Medizin im Sinne einer angewandten Naturwissenschaft bezeichnet. Sie gilt damit umgangssprachlich als Abgrenzung zur Alternativmedizin.

Sportmedizin

Die Zusatzbezeichnung „Sportmedizin“ wird von der Ärztekammer verliehen. Voraussetzung ist die Teilnahme an jeweils 120 Stunden Theorie und Praxis der Leibesübungen und der Sportmedizin sowie der Nachweis einer mindestens einjährigen sportmedizinischen Betreuung eines Sportvereins.

Störfeld

Ein Störfeld ist eine lokale Störstelle, welche keine feingeweblichen Veränderungen aufweist, jedoch Fernwirkungen meist in Form von Schmerzen besitzt. Damit kommt es zur Absenkung der Stresstoleranzschwelle. Nach Huneke kann jede Erkrankungen störfeldbedingt sein. Störfelder sind unter anderen Narben, Zähne und vieles mehr.

Symptom

griech. Begleiterscheinung. Ein Symptom ist eine subjektiv empfundene Beschwerde, die Auswirkung einer Krankheit oder einer Verletzung ist. Meist ist ein Symptom der Anlass, wenn ein Patient medizinischen Rat sucht.

Therapie

griech. Pflege, Heilung. Als Therapie bezeichnet man in der Medizin Maßnahmen zur Behandlung von Krankheiten und Verletzungen. Ziel der Therapie ist die Heilung, die Beseitigung oder Linderung der Symptome oder die Wiederherstellung der körperlichen oder psychischen Funktion. Voraussetzung für eine adäquate Therapie ist die Stellung einer korrekten Diagnose.

Therapielokalisation

Die Therapielokalisation (TL) bedeutet in der Applied Kinesiology das diagnostische Berühren einer potentiell gestörten Körperregion. Bei positiver Therapielokalisation kommt es zur Änderung der Muskelreaktionsfähigkeit. Zur weiteren Abklärung bedient man sich dann der Challenge.

Umweltmedizin

Interdisziplinäres Fachgebiet der Medizin, dass sich mit der Erforschung, Behandlung und Vorbeugung umweltbedingter Gesundheitsrisiken und Gesundheitsstörungen befasst.

Wirtschaftlichkeitsgebot

Das Wirtschaftlichkeitsgebot ist im Paragraph 12 des Sozialgesetzbuch verankert. Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung haben Anspruch auf Krankenbehandlung, wenn sie notwendig ist, um eine Krankheit zu erkennen, zu heilen, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder Krankheitsbeschwerden zu lindern. Nach dem Wirtschaftlichkeitsgebot hat die ärztliche Versorgung nach den Regeln der ärztlichen Kunst ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich zu sein. Sie dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten! Seit 2000 müssen sie zudem den Richtlinien der Bundesausschüsse entsprechen. Der Versicherte hat keinen Anspruch auf Leistungen, die darüber hinausgehen.

Aufgrund begrenzter Mittel im GKV-System sind ärztlich verordnete Maßnahmen wie Medikamente und Heilmittel mengenbegrenzt (budgetiert). Durch Krankenkassen und Kassenärztliche Vereinigungen werden diese Mengenbegrenzungen regelmäßig bei jeder Praxis kontrolliert. Sollten sich dabei Überschreitungen zeigen, droht ein Regress, d.h. die zu viel verordneten Maßnahmen werden finanziell zurückgefordert. Des weiteren sind auch die Leistungen des Einheitlichen Bewertungsmaßstabes (EBM) mengenbegrenzt. Die Leistungen werden gegenüber der Kassenärztlichen Vereinigung in Form von Punkten quartalsweise abgerechnet und schließlich nach einem komplizierten Schlüssel in Euro-Beträge umgerechnet. Dabei ist jede Leistung mit fest definierten Punktwert in den Quartalen einen unterschiedlichen Euro-Betrag wert! Die Abrechnung erfolgt in aller Regel erst 9 Monate nach Abrechnung.

In den letzten Jahren besteht in Deutschland keine kostendeckende Gesundheitsversorgung. Trotz mehrfacher politischer Versuche in Vergangenheit und Gegenwart hat sich daran nichts geändert. Durch Erhöhung der Beitragssätze und Einsparungen wird weiter versucht, eine erneute Kostendeckung zu erreichen, die aus unserer Sicht jedoch so nicht zu erreichen ist. Außerdem kann eine gute Gesundheitsversorgung mit den aktuell zur Verfügung stehenden Geldern nicht erreicht werden. Leider trüben diese Umstände das Verhältnis zwischen Patient und Arzt. Oft müssen wir Ärzte in langen Gesprächen erklären, was Politik und Krankenkassen beschlossen haben.

Folgende Dinge fallen dabei besonders schwer ins Gewicht: